Wie pädagogische Teams mit einem einfachen Bild mehr Struktur, Klarheit und Entlastung in ihren Alltag bringen.
Stress im pädagogischen Alltag – nicht zu wenig Kompetenz, sondern zu viele offene Türen
Kita, Hort oder Schule: Der Alltag ist voll. Geräusche, Unterbrechungen, Elternanliegen, Dokumentation, Teamabsprachen und Kinder, die mit starken Gefühlen kommen. Am Ende des Tages bleibt das Gefühl: „Es ist einfach zu viel.“
Häufig wird diese Überlastung als persönliches Versagen erlebt – nach dem Motto: „Ich müsste das doch besser hinbekommen.“ Genau hier setzt das Knöttner-Flurmodell® an: Es verschiebt den Blick weg von „Ich bin zu schwach“ hin zu „Es sind zu viele Türen gleichzeitig offen.“
Der Grundgedanke: Dein Alltag ist wie ein Flur
Das Knöttner-Flurmodell® beschreibt den Alltag als Flur mit vielen Türen. Jede Tür steht für ein Thema, eine Aufgabe oder eine Belastung, zum Beispiel:
- Kinder mit starken Emotionen
- Elternkontakte und Erwartungen
- Teamkommunikation und Abstimmungen
- Organisation, To-dos, Dokumentation
- Lärm, Unruhe, Zeitdruck
- eigene private Themen, die mitschwingen
Stress entsteht nicht, weil das Team „zu wenig kann“, sondern weil zu viele Türen gleichzeitig offenstehen. Genau dieses Bild macht Überlastung nicht nur spürbar, sondern sichtbar und besprechbar.
Warum das Modell in pädagogischen Teams so gut funktioniert
Pädagogische Fachkräfte brauchen keine weiteren theoretischen Modelle, sondern etwas, das sie in ihren vollen Alltag mitnehmen können. Das Knöttner-Flurmodell® ist:
- einfach visualisierbar – ein Flur, Türen, ein Bild für alle
- nicht wertend – keine Schuld, kein „Du musst…“
- sprachfähig – es schafft eine gemeinsame Sprache im Team
- alltagstauglich – in 1–2 Minuten anwendbar, ohne Zusatzaufwand
- für Erwachsene und Kinder verständlich
Teams berichten, dass sich nach kurzer Zeit Sätze etablieren wie: „Welche Türen sind bei dir heute offen?“ oder „Diese Tür schließen wir heute bewusst.“ – das verändert Dynamik und Zusammenarbeit spürbar.
Die Schlüsselfrage: Welche Türen schließen wir heute?
Ein zentraler Teil des Knöttner-Flurmodells® ist der tägliche Tages-Check:
- Welche Türen sind heute offen – bei mir, im Team, bei den Kindern?
- Welche zwei Türen schließen wir heute bewusst (oder lassen sie nur angelehnt)?
- Was ist heute die wichtigste Tür – unser Fokus?
- Welchen Mikroschritt schaffen wir heute wirklich?
Der Effekt: Entlastung entsteht nicht durch „mehr machen“, sondern durch bewusstes Weglassen und Priorisieren. Genau das macht das Modell so wirksam in Kitas, Horten und Schulen.
Das Flurmodell mit Kindern nutzen
Kinder können oft schwer benennen, was los ist – aber sie können sehr gut mit Bildern arbeiten. In der Kinderversion des Modells gibt es zum Beispiel drei einfache Türen:
- Gefühls-Tür – „Ich bin heute traurig / wütend / aufgeregt.“
- Streit-Tür – Konflikte mit anderen Kindern
- Schul-/Leistungs-Tür – Druck, Hausaufgaben, Anforderungen
Kinder sagen dann zum Beispiel: „Meine Streit-Tür ist heute weit offen.“ oder „Meine Gefühls-Tür klemmt.“ – das hilft Fachkräften, Situationen schneller zu verstehen und gezielter zu reagieren.
Was sich für Einrichtungen konkret verändert
Wenn Teams mit dem Knöttner-Flurmodell® arbeiten, sind typische Effekte:
- mehr Struktur und Klarheit im Tagesablauf
- weniger Eskalationen in Gruppen
- entspanntere Elternkommunikation
- ein gemeinsames Verständnis von Belastung im Team
- spürbare Entlastung, ohne zusätzliche Arbeit
Das Modell wird nach einer Einführung häufig täglich genutzt – als kurzes Morgenritual, in Teamsitzungen oder in Gesprächen mit Kindern.
Fortbildungen & Materialien für pädagogische Teams
Auf Basis des Knöttner-Flurmodells® biete ich verschiedene Formate für pädagogische Teams an – vom kompakten Input bis zur Jahresbegleitung:
- Teamfortbildungen (2–3 Stunden)
- pädagogische Fachtage (Halbtag / Ganztag)
- begleitende Team- und Fallreflexionen
- Kinderversion & Elternarbeit mit dem Modell
Eine ausführliche Übersicht mit Zielen, Bausteinen und Formaten findest du im PDF-Konzept für Träger und Einrichtungen.
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Für wen das Knöttner-Flurmodell® besonders geeignet ist
- Kitas und Horte, die Struktur in einen vollen Alltag bringen wollen
- Grund- und Mittelschulen mit hoher Belastung im Kollegium
- Einrichtungen mit vielen Kindern in herausfordernden Lebenslagen
- Träger, die praxisnahe, schnell wirksame Konzepte suchen
Mehr Informationen zu Formaten für pädagogische Einrichtungen: → zur Übersichtsseite für pädagogische Teams
Das Knöttner-Flurmodell® ist eine geschützte Methode von Thomas Knöttner (Praxis für LebensStruktur & Perspektive) und wird in Coaching, BGM und pädagogischen Kontexten eingesetzt.
